Forschungsauftrag


Das Research Center des Belvedere/21er Haus versteht sich sowohl als Ort der Bewahrung als auch als Zentrum der Kunstvermittlung, der Lehre und der Forschung. Das Ursula Blickle Video Archiv bietet in diesem Rahmen die Möglichkeit, Geschichte und Gegenwart eines relativ neuen künstlerischen Mediums im Rahmen einer Forschungs- und Ausstellungsinstitution kennenzulernen.

  • Arbeitsstationen im Research Center des Belvedere
    Die Arbeitsstationen im Research Center sind Orte studentischer und wissenschaftlicher Praxis. Hier hat jede/r Besucher/in schnellen Zugriff auf das Material, das permanent ergänzt und aktualisiert wird. In der umfangreichen Kunstbibliothek und im ebenso umfassenden KünstlerInnenarchiv des Research Centers werden auch die Text- und damit Informationsbestände zu den einzelnen Arbeiten und Künstlerpersönlichkeiten sukzessive ausgebaut, digitalisiert und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Somit ist es möglich, über das Video hinaus sofort auf die Kontextualisierung der Arbeit zuzugreifen.

  • Screenings im Blickle Kino
    Die facettenreichen und vielgestaltigen Produktionen der Videokunst haben in den letzten Jahren das traditionelle Verständnis und die Rezeptionsweisen von bildender Kunst wesentlich verändert, was sich insbesondere in der Programmgestaltung von Museen wiederfindet. Dementsprechend wird das Archiv auch durch besondere Screenings vermittelt, die im Blickle Kino des 21er Hauses stattfinden und einer breiten Öffentlichkeit zur Diskussion angeboten werden. So werden z. B. in den Blickle Portraiture Series die Arbeiten junger Video- und Filmemacher vorgestellt, die im Anschluss auch Eingang in das Archiv finden. Diese Veranstaltungen dienen als erste Plattform und als Diskussionsforum für neu zu entdeckende Talente.

  • Vortragsreihen im Research Center
    Das Research Center bietet auch das Setting und den Kontext für Vorträge und Diskussionen zu verschiedenen Themen des Archivs wie der Archivierung von Videokunst, der Videokunst an sich oder einzelnen von den KünstlerInnen selbst vorgestellten Werkgruppen.

  • Filmvermittlung
    Das Archiv dient auch als Ausgangsbasis für die Kunst- und Filmvermittlung. Da mittlerweile ca. 50% der Kunstproduktion im Rahmen des Bewegtbildes stattfindet, ist es uns ein Anliegen, Filmvermittlungsprojekte für Kinder und Jugendliche zu initiieren. Die meisten Kinder sind im Alltag allen möglichen Arten von bewegten Bildern ausgesetzt, und so scheint es nur konsequent, ihnen Alternativen zu ihrer audiovisuellen Umgebung zu bieten. Videokunst bedarf einer gewissen Schulung, ohne die ihre besonderen Qualitäten, gerade im Kontrast zu Fernseh- und Kinoprogrammen, nicht erkannt werden können. Gerade Kinder und Jugendliche können sich spielerisch durch die Offenheit ihrer Wahrnehmung, ihrer Flexibilität und Spontaneität dem experimentellen Film oder Video nähern. Die Künstlerfilme aus dem Ursula Blickle Video Archiv bieten den Ausgangspunkt, um die Welt aus ungewohnten oder zumindest unterschiedlichen Perspektiven anzuschauen und eigene Standpunkte zu entwickeln.

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