Über den Film

Als „poetisch-märchenhafter und zugleich krass realistischer Film“ wird Fellinis „La Strada. Das Lied von der Straße“ (1954) gerne kurz beschrieben. La Strada von Fabian Seiz spielt auf den Titel dieses Filmwerks an, und tatsächlich ist auch eine (Kamera-)Fahrt im Automobil mit Schwenks nach rechts und links zu sehen. Die Bilder, aus denen sich dieser Film zusammensetzt, sind allerdings unschwer als fotografische Einzelbilder zu erkennen, die zu einer Animation zusammengestellt, eine rasende, weil zeitlich kurze und distanzmäßig lange Fahrt (zwischen Toronto/CND und Florida/USA) zeigen. Der Zeitraffer wird geloopt dann zur Endlosigkeit verlängert. Das Material ist found footage im weiteren Sinn: auf einem Flohmarkt gefundene Urlaubsfotos aus den 1980er-Jahren. An die Grenzen unserer Wahrnehmungsfähigkeit gerückt, lässt La Strada nicht zuletzt an die Geschwindigkeit und Flüchtigkeit von Bildern denken, aber auch an den touristischen Blick und das Prinzip der Wiederholung von weitgehend belanglosen Informationen.

(Quelle: Foto Galerie Wien)

Künstler/in

Fabian Seiz | Austria

Biografie

*1975 in Wien, Österreich. Lebt und arbeitet in Wien.