Medien Yes? Oui? Ja?

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Basis des Films sind Physikalische Unterrichtsfilme aus der ehemaligen DDR. Ihre spartanische Grafik ermöglicht es leicht sie als Rohmaterial für neue Aussagen zu verwenden. Inhaltlich baut der Film auf dem Text eines Schlagers auf, welcher entweder punktgenau oder kontrapunktisch illustriert wird und dazwischen mit abstrakter Animation synchronisiert, welche mit den zuvor gesehenen und erinnerten Bildern Basis für eigene Assoziationen legt.

Der Film wurde mit Ulrich Wiesner begonnen, welcher jedoch zu Anfang der Herstellung verstarb. Dadurch veränderte sich die Grundstimmung des Filmes drastisch, war ich doch bei jeder Aufnahme, welche wir zuvor gemeinsam gesichtet hatten an ihn erinnert. Der Schnitt evoziert den Eindruck von aus dem Unbewussten aufsteigenden Bildern deren Sinn sich leichter gefühlsmäßig als rational erschließt. In der gesamten zeitgenössischen Kunst ist ein Überhang an rationalen Erklärungen und übergestülpter Theorie vorhanden, daher wollte ich einen Film machen, welcher sich diesen platten Deutungsversuchen entzieht, und den Zuschauer zwingt, andere Kriterien als vorgekaute Terminologie im Kontext modischer Theoriebildung zu benützen. Für mich selbst ist es im übrigen einfach nur 'der allertraurigste Film'.

(Quelle: http://www.draschan.com/)

 

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The starting material for this film was educational footage from East Germany with it's very reduced graphics and high redundancy. The music, a song by Michèle Polnareff called "La Poupée"- was chosen by Ulrich Wiesner and delivered in an English cover version on tape.

Soon after we had worked out the basic structure of the film: an alternation of redundant illustrations of the words of the song and abstract parts Ulrich Wiesner died and I had to finish the film alone, which gave the work a different direction. Images of a dreaming woman suggest that the content of the film emerges from the unconscious. These images floating by can more easily be analysed in an emotional than a rational way. To achieve that I avoided to strict formal decisions, and also relied on decisions of the moment. Oh yeah, this decadently analog, hand-scratched totem of celluloid bin diving plays with our ideas of femininity, its power and pleasures. This ever-playful music film consistently surprises with its brisk and intelligent edits, gloriously saturated aquatic imagery, electric animation, and kitsch commerciality.

(Cauleen Smith, Source: http://www.draschan.com/)

Kategorien: Film und Video

Produktionsland

AT : Österreich

Produktionsjahr

2003

Ton

Musik (Michèle Polnareff "La Poupée")

Ursprungsformat

16mm

Format

5:4

Farbe

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