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Blick-Wechsel
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Stieger-Reuter, Renée
Der Film ist das 16mm-Film-Negativ. Durch den Effekt des Filmnegativs ist die Farbigkeit komplementär zur Realität; Schatten werden zu Licht und umgekehrt.
Interludium erzählt von einem Prozess der zwischen zwei Stadien stattfindet. Gegensätzlichkeiten wie positiv und negativ relativieren sich im Film. Sie haben keine Wertigkeit, bilden zwei verschiedene, jedoch gleichwertige Kräfte und verbinden sich im Laufe des Films. Die Protagonistin trägt aktiv zu ihrer Verwandlung bei.
Sie sitzt auf einem Sofa beim Tisch und liest eine Zeitschrift während ihre frisch lackierten Fingernägel trocknen. Sie entdeckt einen Fleck auf ihrem Dekolleté und versucht diesen wegzuwischen. Statt den Fleck zu entfernen verteilt sie, erst verärgert, später fasziniert, die Farbe des Flecks über den ganzen Körper. Zum Zweck der Verwandlung entkleidet sie sich teilweise um diese zu vollenden. Die Herkunft der Farbe bleibt bis zum Schluss ungeklärt. Der Film endet nach der kompletten Verwandlung und die positive Protagonistin setzt im negativen Hintergrund ihren Alltag fort, welchen sie in ihrem Entwicklungszyklus nicht verlassen hat.
(Quelle: http://www.sirenee.com/film--film/)
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The film is a 16mm film negative. Due to the effects of the film negative the colour is complementary to reality; shadows become light and vice versa.
Interlude tells the story of a process that takes place between two stages. Opposites such as positive and negative become relative in the film. They have no inherent value, forming two different yet equal forces that merge over the course of the film. The protagonist actively contributes to her transformation.
She sits on a sofa by the table, reading a magazine while her freshly painted fingernails dry. She notices a stain on her décolletage and tries to wipe it away. Instead of removing the stain she spreads the stain's color all over her body, initially annoyed, later fascinated. To complete the transformation, she partially undresses. The origin of the color remains unclear until the very end. The film ends after the complete transformation and the positive protagonist continues her everyday life in the negative background, a life she has never left in her cycle of development.