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Blick-Wechsel
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Die Fabrikanten
Begegnungen im Niemandsland / Tschechien
Der eiserne Vorhang fällt und gibt den menschenleeren Todesstreifen zwischen Tschechien und Österreich wieder frei. An diesem Brennpunkt mitteleuropäischer Geschichte initiieren wir mit KünstlerInnen und SozialwissenschafterInnen aus beiden Ländern das "Unternehmen Eisendorf". Im Geisterdorf Pohori na Sumave lässt sich der interdisziplinäre Tross nieder, um dem Ort mit seiner Leere und seiner Geschichte nachzuspüren und sich Gedanken zum Überleben in der Zukunft zu machen. Das Gepäck und Material für die künstlerische oder wissenschaftliche Arbeit ist auf ein Höchstgewicht von 30 kg beschränkt - so viel, wie den 1946 aus dem Ort vertriebenen Sudetendeutschen mitzunehmen erlaubt war. Neun Tage leben und arbeiten die Teilnehmenden - unter ihnen auch ein ehemaliger Dorfbewohner - in der Ausnahmesituation des Niemandslandes miteinander. Nach dem Abschlussfest werden die in Pohori na Sumave entstandenen Arbeiten, Dokumente und Objekte in eiserne Koffer gepackt und versiegelt. Als Zeitkapseln aufbewahrt, harren sie bis über die Jahrtausendwende hinaus ihrer Wiedereröffnung.
Quelle: http://www.fabrikanten.at/index.php?depth=2&link=2&pro_id=26&page=4
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Encounters in No Man's Land / Czech Republic
The Iron Curtain falls, reopening the deserted death strip between the Czech Republic and Austria. At this focal point of Central European history, we initiate Operation Eisendorf/Iron Village together with artists and social scientists from both countries. In the ghost village of Pohori na Šumavě, the interdisciplinary group settles in to explore the site—its emptiness and its history—and to reflect on survival in the future. Luggage and materials for artistic or scientific work are limited to a maximum of 30 kg—the same amount the Sudeten Germans expelled from the village in 1946 were permitted to take with them. For nine days, the participants—among them a former villager—live and work together in the exceptional conditions of no man’s land. After a closing celebration, the works, documents, and objects created in Pohori na Šumavě are packed into iron suitcases and sealed. Preserved as time capsules, they remain stored until well beyond the turn of the millennium, awaiting their reopening.
Sources: http://www.fabrikanten.at/index.php?depth=2&link=2&pro_id=26&page=4