BLICKLE ARCHIVE SERIES #37

Fanni Futterknecht

Freitag, 14. Juni 2019, 18.30 Uhr, Blickle Kino im Belvedere 21

Fanni Futterknechts künstlerische Praxis verbindet Performance und Video. Futterknecht inszeniert tableauartige Situationen und performative Bildelemente zwischen Skulptur und Design, die gleichberechtigt mit den Akteur_innen die Bühne beherrschen. Theatralik und Spiel bestimmen die Sprache, derer sich die Künstlerin bedient, um kunstimmanente Themen durchzudeklinieren.
In ihren neuesten performativen Arbeiten untersucht Futterknecht das Individuum im Zusammenhang mit der Gruppe. Sie thematisiert Gemeinsamkeit, Isolation, Wertsysteme und Machtstrukturen mit minimalistischen Handlungen und Texthinweisen und macht sie dadurch sichtbar und veränderbar.
 
Im Anschluss Gespräch mit Fanni Futterknecht

BLICKLE ARCHIVE SERIES #36

GEMEINSAME WAGNISSE
Sabine Marte

Freitag, 7. Juni 2019, 18.30 Uhr, Blickle Kino im Belvedere 21

In ihren Videos – die nur Teil ihrer Praxis als Performerin, Musikerin und Theatermacherin sind – führt Sabine Marte die Betrachter_innen gerne auf unsicheres Terrain. Die Arbeiten sind verstörend und unheimlich, weil sie die gewohnten, auch ästhetischen Verhältnisse irritieren. Die Künstlerin experimentiert mit gängigen Narrativen, Historien und Geschlechterrollen und eignet sich Klischees aus Horrorfilmen, Science-Fiction oder Melodramen an. Diese bricht sie humor- und lustvoll. Auch die „Institution“ Sprache kommt in dieser queeren Praxis nicht zu kurz, denn mithilfe von Fragmentierung, Wiederholung und Übertreibung wird auch diese in ihre Einzelteile zerlegt und gehörig hinterfragt.

Im Anschluss Gespräch mit Sabine Marte

BLICKLE ARCHIVE SERIES #35

Michael Endlicher

Mittwoch, 22. Mai 2019, 18.30 Uhr, Blickle Kino im Belvedere 21

 

Für diese Ausgabe der Blickle Archive Series hat Michael Endlicher ein neues Video gestaltet und eine neue Performance konzipiert. Beide Arbeiten kreisen um den gesprochenen Text. Während beim Liveauftritt der Text zur buchstäblichen Anrufung wird, spielt der Künstler im Video mit Floskeln und Phrasen, die durch die jeweilige Zusammenstellung ihre Konnotation verändern.

 

Im Anschluss Gespräch mit Michael Endlicher

BLICKLE ARCHIVE SERIES #34

Nicolas Jasmin

Freitag, 29. März 2019, 18.30 Uhr, Blickle Kino im Belvedere 21

Filme sind aus unserem kollektiven Bildgedächtnis kaum mehr wegzudenken: Szenen, Gesichter, Gesten und nicht zuletzt Titel haben sich unweigerlich darin eingeschrieben. Von 1996 - 2006 widmete sich Nicolas Jasmin unter dem Pseudonym N.I.C.J.O.B. diesem Reservoir an Bildern. In seinen Arbeiten spitzt der Künstler mittels Sampling, Playback, Loop und Rhythmisierung einzelne Spielfilmszenen so zu, dass das ursprüngliche narrative Gefüge zerbricht. So legt er subliminale filmische Strukturen frei, während der neu zusammengesetzte Ton vom Herstell-prozess der Videos erzählt. Mit diesen Werken war der Künstler in zahlreichen Ausstellungen vertreten bevor er sich 2011 wieder der Malerei zuwandte.

BLICKLE ARCHIVE SERIES #33

Patrick Topitschnig

Freitag, 15. März 2019, 18.30 Uhr, Blickle Kino im Belvedere 21

Patrick Topitschnigs Arbeiten verbindet eine Art schwarzer Humor: Wie im Genre des Horrorfilms arbeitet er mit audiovisuellen Situationen, die den Zuseher_innenkörper affizieren und oft Ungewissheit sowie leichte Unruhe hervorrufen. Präzise komponierte Bilder stellen die eigene Konstruiertheit aus und zeugen vom Interesse an filmischer Dauer. Gelegentlich ist diese Dauer als "Lebensdauer" auch tatsächlich Thema der Videos. Die Tonebene - sowohl Score und Musik als auch Sprache - ist dabei unabdingbar, um die Zusammenhänge zwischen Bild und Narration zu reflektieren. Der "reale" Hintergrund der Inszenierung ergibt sich dann oft viel später, sei es nun eine aufgelassene Salzmine in Rumänien oder ein hochtechnisiertes Bestattungsunternehmen in Australien.

Anschließend Gespräch mit Patrick Topitschnig.

 

BLICKLE ARCHIVE SERIES #32

Karl-Heinz Klopf, Teil II

Freitag, 25. Januar 2019, 18.30 Uhr, Blickle Kino im Belvedere 21

"Im Zentrum meines Interesses steht die gebaute Umwelt, wie ich sie erfahre," sagt Karl-Heinz Klopf über seine filmischen Arbeiten. Mal ist es der Straßenbelag in einem Stadtteil Istanbuls, mal das Haus eines indonesischen Architekten in einem Vorort von Jakarta, das ihn fasziniert. Dabei tastet er sich von Grund auf durch ein Bauwerk vor und schafft dafür eine filmisch-strukturelle Entsprechung, einer Denkbewegung gleich.

Programm

TESVIKIYE, AT/TUR 2004, 5:20 min

A Tropical House, AT/IDN 2015, 51 min

Testa, AT/ARG 2018, 18 min

Im Anschluss an die Vorstellung gibt es ein Gespräch mit dem Künstler.

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Nach der Erweiterung der Kapazitäten durch eine Neuaufstellung der Datenbank freut sich das Team des Ursula Blickle Video Archivs hiermit die neue Website vorzustellen. Der Informationsgehalt eines Recherchearchivs wird dadurch mit der Benutzerfreundlichkeit einer Web-TV Plattform verbunden. Damit tragen wir den radikalen Umwälzungen im Bereich Rezeptions- wie Distributionsformen von Film und Video Rechnung, die sich nicht zuletzt durch Videoplattformen und Web-TV-Kanäle wie Youtube oder Vimeo ergeben haben. Diese neue Oberfläche dient aber auch dazu, die Vermittlung des Archivs zu fördern und neue Formate zu finden: Zusätzlich zu den regelmäßigen Screenings im Blickle Kino des 21er Hauses ist es nun möglich, Programme im Netz zu kuratieren. In unserem Blog weisen wir auf Veranstaltungen hin und kommunizieren Aktivitäten von Künstler_innen des Archivs. Da wir ständig am Update der Information zu Videos wie Personen arbeiten, möchten wir Sie herzlich einladen, uns bei diesem Prozess zu helfen und verfügbare Texte, Kurzbeschreibungen oder Pressemeldungen zu senden.

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